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Der Bergische Löwe....
       
ein Bayrischer Löwe?

 

Auf Anhieb mag es den heutigen Urbachern erscheinen, als gäbe es und habe es zwischen Bayern und Urbach kaum Verbindungen gegeben.

Doch der Schein trügt.
 
Über alte Handelsstraßen von Köln nach Süddeutschland, so auch über die heutige Frankfurter Straße, die von Norden nach Süden verläuft, gab es von Köln schon seit dem 16. Jahrhundert nachweislich Handel nach Bayern; vor allem auch Verbindungen der kaiserlichen Reichspost der Fürsten von Thurn und Taxis nach Würzburg, Nürnberg, Augsburg und Regensburg.
 
Eine kaiserliche Postagentur befand sich bis ins 20. Jahrhundert hinein auf dem Gelände, wo auch heute die Post in Urbach ist.
Der letzte Betreiber war Gerhard Kamps; deshalb nannte man sein Anwesen auch " et Kamps Hüsje ". Das heutige Metzgers Gässchen hieß vormals auch " Kamps Gässchen ".
Besonders bedeutsam war aber die Herrschaft der Wittelsbacher mit all ihren Nebenzweigen am Rhein. Als Herzöge von Berg regierten sie u.a. auch die Urbacher von 1609 an.
Unter Kurfürst Karl Theodor von Bayern wurde das Herzogtum Berg vollends zum Nebenland der Bayern erklärt und seit 1778 auch von München aus gelenkt, bis zum Abtreten der Herzogtums Berg an Napoleon im Jahre 1806.
Für die Urbacher Katholiken waren die bayerischen Prinzen aus dem Hause Wittelsbach von 1583 an und zuletzt unter dem großen Kunstförderer Clemens August ( 1723 - 1761 ). dem Bauherrn des Brühler Schlosses, als Erzbischöfe von Köln auch das geistliche Oberhaupt.
Aber auch in den Nachbarorten Eil und Wahn gibt es Verbindungen zu Bayern.
Beim Besuch des ehemaligen Rittersitzes Leidenhausen stößt man auf Wappen der Freiherren von Weichs
( 18.-19. Jahrhundert ), die durch die Wittelsbacher aus Oberbayern an den Rhein kamen.
Umgekehrt bekleideten die Freiherren und spätere Grafen von Schall zu Bell, Besitzer des Schlosses Wahn, hohe Ämter in Bayern.
 
Heute werden die Urbacher nicht mehr durch bayerischen Einfluß gelenkt; sie fahren höchstens zur Erholung ins schöne Bayernland.

Friedhelm Speck